Flechtfrisuren

Flechtfrisuren
Geflochtene Zöpfe wurden vor allem im Mittelalter eher von Bäuerinnen, Mägden und unverheirateten Mädchen getragen. Einige der wenigen Frauen der Neuzeit, die sich stets mit aufwendig geflochtener Haarpracht hat porträtieren lassen, war Kaiserin Elisabeth von Österreich.In der heutigen Zeit erfüllen Flechtfrisuren natürlich einen ganz klassischen Zweck. Sie halten das Haar aus dem Gesicht und sehen um einiges schöner und aufwendiger aus als ein normaler Pferdeschwanz.Selbstverständlich sind Flechtfrisuren eher Frauen mit langem und gleichmäßig wachsendem Haar vorbehalten, weil mit längeren Haaren natürlich einfacher und effektiver zu arbeiten ist. Bei kurzem und durchgestuftem Haar ist es schwierig, einzelne Haarsträhnen zu bändigen, da sie oft einfach lose aus dem Zopf hinausfallen und das lässt das Gesamtwerk unordentlich aussehen.
Neben dem „Standard-Zopf“, der bei kurzem Haar selbstredend nicht umsetzbar ist, gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, eine Flechtfrisur zu kreieren.
Bei durchgestuftem Haar ist es möglicherweise ratsam, die Zöpfe schon zu flechten, wenn das Haar noch etwas feucht ist. Etwas störrische und kürzere Strähnen können somit besser in das Flechtwerk integriert werden. Man kann hierbei natürlich später noch mit Haarspray nachhelfen, um einzelne Partien besser zu fixieren.

 Flechtfrisuren / Bauernzöpfe

Unter „Bauernzöpfe“ werden Flechtfrisuren verstanden, die im klassischen Stil gehalten sind. Doch auch mit dieser Standard-Form kann man gerade auch bei kurzem bis mittellangem Haar fantastisch arbeiten. Einen lästigen Pony bekommt man mit dieser Technik bekanntlich elegant und effektiv aus dem Gesicht.

FlechtfrisurenDie folgenden zwei Beispiele eignet sich auch bei sehr kurzem Haar, sofern die vorderen Strähnen eine flechtbare Länge vorweisen können. Zuerst wird ein Mittelscheitel gezogen und die vorderen Strähnen rechts sowie links vom restlichen Haar abgetrennt. Man beginnt, wie beim normalen Flechten, die Strähnen in drei Haarpartien einzuteilen und abwechselnd übereinander zu legen. Hierbei wird aber immer eine dünne Strähne vom Deckhaar bzw. von den Seiten hinzu genommen. Wenn man im Bereich des Ohrs angekommen ist, wird das Ganze mit einer Haarnadel befestigt und derselbe Prozess auf der anderen Seite wiederholt.
Das Endergebnis sieht sehr jung und frech aus und ist eine wunderbare Frisur für den Sommer. Wer möchte, kann beispielsweise noch ein paar Blumen in die geflochtenen Knoten integrieren.

Die andere Variante funktioniert ähnlich, erfordert aber ein wenig Geschick und Koordination. Zuerst wird ein Seitenscheitel gezogen. Ob dieser nun links oder rechts ist , bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig dabei ist nur, dass der Seitenscheitel ziemlich weit außen sitzt. Anschließend wird die entsprechende vordere Haarpartie in zwei größere Strähnen unterteilt und diese werden jeweils direkt am Kopf eingeflochten und wieder mit Haarnadeln befestigt. Das restliche Haar kann man anschließend zu einem kurzen Pferdeschwanz zusammenfassen. Wahlweise können noch seitliche Strähnen heraus gezupft werden.

Natürlich kann man bei dem Prozess auch mit vier oder fünf Haarsträngen arbeiten, sofern man diese Fingerfertigkeit aufbringen kann. Jedoch gestaltet sich diese Form des Flechtens bei kürzerem Haar äußerst schwierig.

 Flechtfrisuren / Fischgrätenzopf

Man kann die oben genannten Methoden auch mit einem zweisträngigen Zopf flechten, der im Volksmund auch oft als „Fischgrätenzopf“ oder „Ährenzopf“ bezeichnet wird. Man teilt das Haar an der entsprechenden Stelle in zwei Stränge, die jedoch im Endeffekt nicht verarbeitet werden, sondern eher nur als „Materialressourcen“ dienen. Dünne Strähnen, die zuerst vom äußeren Rand des Hauptstranges entnommen werden, werden am inneren Rand des Hauptstranges zusammengeführt und dort abwechselnd übereinander gelegt. Diesen Zopf direkt an der Kopfhaut zu flechten gestaltet sich etwas schwierig, aber mit ein wenig Übung ist das Endergebnis ein wahrhaftiger Hingucker.

 Flechtfrisuren / Pixie braids

Das komplette Haar kann auch in sehr kleine Zöpfe geflochten werden. Bei kurzem Haar benötigt dieser Vorgang selbstverständlich weniger Aufwand als bei langem Haar. Im Deutschen wird so etwas meist unscharf als „braids“ oder als „Rastas“ betitelt. Diese Frisur wird überwiegend von afrikanischen Frauen oder US-Amerikanerinnen mit Migrationshintergrund getragen. Oftmals wird diese Flechtfrisur auch fälschlicherweise als „Dreadlocks“ bezeichnet. Der britische Sänger Boy Geroge ist ein bekannter, männlicher Träger der sogenannten „Pixie Braids“. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen. Übersetzt sind „Braids“ einfach nur „Zöpfe“.

Sogenannte „Box Braids“, die sich lediglich in ihrer Anordnung der Zöpfe unterscheiden, sind eine Untergruppierung der „Pixie Braids“ und sind ebenfalls sehr beliebt.
„Pixie Braids“ werden mit kleinen, hauptsächlich farblosen und unscheinbaren Gummibändern befestigt oder an den Haarspitzen so stark erhitzt, dass sie aneinander kleben und die Frisur somit in ihrer Position gehalten wird. Einige Frauen verzieren diese Form der Flechtfrisur mit Holzperlen oder etwas ähnlichem. Wegen des hohen Zeitaufwandes und ihrer guten Verarbeitung halten sich Braids circa zwei bis vier Wochen im Haar und sind schmerzhaft zu entfernen.

Teilweise eingeflochtene „Pixie Braids“ werden auch „Cronrows“ genannt. Eben jene lassen sich jedoch nur sehr gut in das kurze Haar integrieren, wenn man künstliche Haarverlängerungen verwendet.

Der britische Sänger Boy Geroge ist ein bekannter, männlicher Träger der sogenannten „Pixie Braids“. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen. Übersetzt sind „Braids“ einfach nur „Zöpfe“.Sogenannte „Box Braids“, die sich lediglich in ihrer Anordnung der Zöpfe unterscheiden, sind eine Untergruppierung der „Pixie Braids“ und sind ebenfalls sehr beliebt.
„Pixie Braids“ werden mit kleinen, hauptsächlich farblosen und unscheinbaren Gummibändern befestigt oder an den Haarspitzen so stark erhitzt, dass sie aneinander kleben und die Frisur somit in ihrer Position gehalten wird. Einige Frauen verzieren diese Form der Flechtfrisur mit Holzperlen oder etwas ähnlichem. Wegen des hohen Zeitaufwandes und ihrer guten Verarbeitung halten sich Braids circa zwei bis vier Wochen im Haar und sind schmerzhaft zu entfernen.Teilweise eingeflochtene „Pixie Braids“ werden auch „Cronrows“ genannt. Eben jene lassen sich jedoch nur sehr gut in das kurze Haar integrieren, wenn man künstliche Haarverlängerungen verwendet.
Das selbstständige Einflechten von“Pixie Braids“ ist wegen ihrer Komplexität vermutlich kaum möglich. Wenn man sie jedoch professionell einflechten lässt, ist das Ergebnis um einiges ansehnlicher.Flechtfrisuren können auch bei kurzem Haar ein Hingucker sein, wenn das Haar direkt am Kopf eingeflochten wird, oder man aber von künstlichen Haarverlängerungen Gebrauch macht.